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ließ sich hören: Die Volksmasse schloß sich enger um den Redner und mitten durch drängten sich mehrere Personen, um Alled deutlicher zu hören. Dieses waren wieder die Lady Guilford am Arme Pierres, gefolgt von Jaqucs, Jacomo und Anderen.
„Die Juden, die Juden sind die Mörder!" schrie das Volk, froh, einen Gegenstand zu haben, auf den es seinen Haß werfen konnte.
„Ja," nahm der vorige Redner wieder das Wort, „die Juden sind die Mörder; sie fangen die Leute ab, um sie bei ihren geheimen Festen zu kreuzigen und so ihren Haß gegen die rechtgläubigen Christen auszulasten. Christenblut müssen die Bestien trinken, auf diese oder jene Art! Können sie nicht das sauer verdiente Eigenthum dem Christen abpressen, ablisten und ablocken, so suchen sie ihm doch das wirkliche Blut aus den Adern zu saugen."
„Das ist wahr!" schrie es wild.
„Ja, eö ist wahr!" donnerte der Redner. „Und nicht zum ersten Mal ist es, daß Juden Christenblut auf srevelvollc Art vergossen. — Denkt an jene Jsracliten, die in Paris Christenkinder stahlen und sie dann bei ihren Festen kreuzigten, quälten und dem Moloch opferten; von verworfenen Priestern kauften sie Hostien, durchstachen sie mit wildem Spott und es floß Blut heraus. Aber jene Verbrecher wurden gestraft und sie mußten auf dem Scheiterhaufen sterben. — Jetzt hat sich wieder das Judenthum aufgerichtet und badet seine Hand im Blute der Christen! Sollte dieses ungestraft bleiben? — Nein, wir wollen selbst die Richter sein, wenn von andrer Seite nichts geschieht. — Volkesstimme ist Gottes Stimme! — Nieder mit den Juden!"

