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Reynie trat endlich zu Rougemont und ihn am Arme ergreifend, versuchte er es, ihn emporzurichten.
„Fassen Sie sich, Herr Marquis," sprach er crmuthi- gend, „und sagen Sie, ob Sie nicht Ahnung haben, von wo dieser Schlag kommt, damit wir sogleich Schritte thun können, dieses furchtbare Verbrechen an den Urhebern zu rächen?"
„Schöne Frage," murrte Lccoq, „jetzt und in solchem Zustande soll ein Mensch Auskunft zu geben vermögend sein."
Er umfaßte den Marquis sanft und suchte ihn empor- zuziehen.
„Fasse Dich, Robert," sprach er, „und verlasse diesen Ort des Entsetzens. Ich will Dich auf Dein Zimmer führen. Dann wird sich auch das Weitere finden!"
Rougemont richtete sich wild empor und als er seine Diener hier stehen sah, hob er die Hand drohend gegen sie auf und schien im Begriff, aus sie loszustürzen.
„Ha," schrie er zornig, „hier steht Ihr! — Harte denn Keiner von Euch den Muth, seine Herrin zu vertheidigen und ihr junges Leben den blutgierigen Tigern zu entreißen? Hattet Ihr kein Mark in Euren Knochen, um diese süße Beute den grausamen Teufeln abzuringen? — Ha, da kann mitten in der größten Stadt Frankreichs eine Mörderrotte in mein Haus dringen, Unschuldige ermorden und Niemand wagt es, sie zu vertheidigen. — Ewige Schande laste als Fluch aus Euch!"
„Herr Marquis," entschuldigte sich ein greiser Diener, „was konnten wir thun? Der Angriff geschah so unerwartet, die Dienerschaft war in allen Theilen des Hauses sorglos zerstreut, zum Theil gar nicht anwesend und der

