uno Den vollen weißen Armen, und die reichsten fcibncn Gewänder flössen um ihre Glieder, deren anmnthige, ätherische Form nicht ganz verhüllend.

Als die Dame, dnrch das Geräusch der Näherkommen­den aufmerksam gemacht, empor schaute und den König erblickte, erhob sie sich rasch und wie in Verwirrung, aber aus ihren dunklen Angen fiel ein Blick mit wunderbarem Ausdruck auf des Königs Gesicht und in sein Auge; dann verneigte sich die Dame anmnthig gegen den Kö­nig, und schwebte leichten Schrittes auf einem Seitenpfade fort; eine ältliche, anständig gekleidete Frau erhob sich hin­ter einigen Gesträuchen und folgte der Dame schnell, doch nicht, ohne einen langen, neugierigen Blick auf den König geworfen zu haben.

Der König schien durch den Anblick der reizenden Er­scheinung so bezanbert, daß er ihr einige Minuten unver­wandt nachschaute.

Wer war diese Dame?" fragte er sich plötzlich umwendend.

Die Herren des Gefolges sahen sich a». Niemand kannte sie.

Wie ist es denn möglich, daß in Versailles so eine Grazie vorhanden »nd doch verborgen geblieben sein sollte?"

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Mann mit einem wahren Adoniskvpfe aus, dem der schar- lachene, reich mit Gold verzierte Rock sehr wohl stand.

In eine Seitenallee einbiegend, blieb der König plötz­lich stehen und richtete sein Auge überrascht auf eine Ruhe­bank. Hier saß eine junge reizende Dame, in der reichsten Kleidung und Schmuck; Perlen umglänzten den schlanken, weißen Hals und leuchteten in dem Haar, Edel­steine blitzten von dem Kopfputz, dem wogenden Busen