zur Unterhaltung hat. — Die Hyäne muß gut bedient sein; denn kaum war der Herzog in Paris angekommen, als er ein Billet und zwar ein höchst zierlich geschriebenes, von Wohlgerüchen duftendes, erhielt, worin ihn die Hyäne in Paris begrüßte und Glück zur Hyänenjagd wünschte, dabei aber den Rath gab, sich wohl mit Waffen und Netzen zu versehen, denn dergleichen Wild fange oft den Jäger selbst. — Zugleich versprach dieser Dämon, dem Herzog recht bald in seinem eignen Hause ein Lebenszeichen von sich zu geben, zum Beweis, daß sie ihn nicht fürchte. Unterzeichnet war „ „Die Hyäne von Paris." " — Sie hat Wort gehalten, denn dieselbe Nacht verschwand ein junger Diener aus des Herzogs Gefolge und kehrte nicht wieder."
„Das ist ja entsetzlich!"
„Es ist ein neuer Beweis von der Gefährlichkeit dieser Menschen und man möchte wohl fast dem Glauben beistimmen, daß dieses Weib der Satan selbst sei oder doch mit ihm im engsten Bunde stehe. — Longueville war wüthend und machte in seinem Zorn die albernsten Streiche, welche bewiesen, daß er zu solchen geheimen Unternehmen total verdorben ist. — Die Hyäne trieb noch grausamen Spott mit ihrem Jäger, denn es lief ein zweites Billet ein, des Inhalts: da man sehe, daß der Herzog nie zu seinem Ziel gelangen könne und er obendrein in wenig
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selbst ist, so muß ich gestehen, daß sich der Teufel ein Mal ausnahmsweise sehr gut verkappt, denn sie gleicht einem Engel des Himmels, ganz geschaffen, um lüsterne Männer zum Apfelbiß zu verlocken. — Der gute Herzog von Longueville würde seine Wette verloren haben."
„Ich weiß von dieser Wette. Wie war der Erfolg?" „So lächerlich, daß ganz Paris für acht Tage Stoff

