„Das ist stark," rief sie. „Und Du?"
„Nun, gegen den zehnfachen Preis will ich ihm gefällig sein," erwiderte die Voisin gleichgültig. — „Doch bei Dir gilt daö Pulver jedenfalls dem Marquis Rouge-- mont?"
„Allerdings, denn er muß fallen," erklärte Lucie. „Uebersälle, Verlockungen, nichts will helfen; jetzt ist er
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forderte das Gift, um drei Racepferde umzubringen, welche er von seinem Schwager, dem Marquis von Meuron, in einer Wette gewonnen, ihm aber nicht ausgeliefert wurden."
„Ein sehr unschuldiges Vergnügen," spottete die Lady.
„Er bot mir hundert Dukaten und ich habe ihn auf morgen wieder bestellt," fuhr das Weib fort. „Doch bci- läustg gesagt: Du kennst den Grafen, wie gefällt er Dir?"
„Er ist ein Engel an Schönheit," erwiderte Lucie. „Engel an Körper, Teufel an Seele," sprach die Voisin, „denn jene drei Racepferde, die er beseitigen will, sind eigner Art. Es sind sein eigner Vater, der Marquis Saumour, sein Bruder, Baron Saumour und seine Schwester, die Marquise Meuron, und er will sich so auf bequeme Art das Vermögen seiner Angehörigen sichern." Lucie schauderte ohngeachtet der eignen Verwilderung.
krank, sein Tod wird da sehr natürlich scheinen und ich kann ruhig weiter wirken, zu meiner — Rache."
„Ich weiß, daß Du nicht undankbar bist, deshalb sollst Du das Pulver morgen haben," versprach die Voi- fin. „Das Andere ist dann Deine Sache. Gute Nacht."
Die Zauberin entfernte sich rasch, um ihre übrigen Geschäfte nicht zu versäumen und die Lady Guilford nahm Jacomo bei Seite, sich mit ihm eifrig über Jeanette

