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unterhaltend, welche indessen von dem Banditen ein möglich günstiges Zeugniß erhielt.
Ein heftiges Geräusch entstand auf der Straße, mehrere Schläge geschahen an die morsche Thüre des Häuschens.
„Oeffne, Jacomo," tönte eine tiefe Stimme.
„Es ist Pierre," rief Jacomo überrascht. „Wo mag er herkommen?"
„Sein Besuch gilt Jeanetten," entgegnete Lucie, „und er ahnt meine Anwesenheit nicht. Ich will mich'in den Verschlag hier zurückziehen, zu hören was er will."
Lucie trat rasch mit Norah in den Seitenraum, wo sich Jeanette mit der alten Haushälterin und dem Burschen Jacomos befand. Auf einige leise Worte entfernte sich die Haushälterin und trat nach einigen Augenblicken mit dem andern Hausgenossen, dem riesigen Andree Romme ein.
Während dessen hatte Jacomo den immer ungeduldiger an der morschen Thüre Lärmenden eingelassen.
„Schöner Respekt," rief Pierre, erhitzt in das Zimmer tretend. „Wie kannst Du es wagen, Deinen Haupt- mann so lange in der Nacht stehen und pochen zu lassen? Du solltest hängen, Schurke. — Bin ich nicht mehr Herr?"
„Du hast Dich wenigstens als schöner Anführer gezeigt, wenn Du erst die Geheimnisse der Gesellschaft verrathen willst und dann gar verschwindest," erwiderte Jacomo.
„Pah," lachte Pierre wild, „ich bin Hauptmann und kann mit den Geheimnissen machen, was ich will." „Wenn es unsere Fürstin erlaubt."
„Zum Teufel mit diesem teuflischen Weibe! Es ist eine Schande für uns Männer, daß wir uns von dieser

