Dämmerstunde ihr das Arbeiten verbot und ein kurzer Schlaf sie für die späteren Abendstunden stärkte.

Diese Zeit nun verbrachten die Händchen des kleinen Jo­hannes nicht müßig. Kaum umschlossen sie die magern Finger der Wittwe, als sie dieselben voller Freude begrüßten und Zeige­finger mit seinem Vorschlage hervortrat.

Seht," sagte er zum Schluß,ihr seid so viel älter und klüger, als wir armen kleinen Geschöpfe, ihr werdet sicher ein Mittel wissen, uns beizustehen. Ihr habt uns schon so viel Schönes und Nützliches gelehrt, überall greift ihr zu, wo wir noch zu dumm

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zu Einer von ihnen, daß sie auf diesem Wege dem Knaben nicht forthelfen würden.

Lieber laßt uns ein ehrliches Handwerk anfangen, wenn der Kleine herangewachsen ist," sprach der Daumen,ich schlug euch das gleich damals vor, denn das ernährt seinen Mann und hat einen goldenen Boden! Ein Künstler wird auf, dem jetzigen Wege doch nicht aus ihm."

Keiner hatte rechten Muth, diesen Vorschlag zu verwerfen, nur Zeigefinger sagte endlich:

Wir allein können, wie es scheint, dem Knaben freilich nicht helfen, wie wäre es deshalb, wenn wir uns Bundesgenoffen suchten? Wir kennen freilich nur unsre Brüder an der Hand der armen Wittwe, doch gerade diese sind es, die wir gebrauchen können. So blaß und mager auch die armen Freunde durch die viele Anstrengung geworden sind, so werden sie doch Kraft genug besitzen, um uns bei einem guten Werke beizustehen." Dieser Vorschlag fand allgemeinen Beifall und schon der kommende Abend sollte die Verhandlungen einleiten.

Die Gelegenheit hierzu war nicht schwer zu finden, denn meistens sang die Mutter ihren Knaben Abends in den Schlaf und überließ dem Kleinen ihre Hand, welche dieser mit seinen kleinen Fingern umfaßte.

Heut auch schloß Johannes die Hand der guten Mutter fest in die seine und bald hielt ihn süßer Schlummer umfangen. Auch die Wittwe schloß für einige Minuten die Augen, da die