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und ungeschickt sind, und darum sind wir gewiß, ihr guten alten Freunde helft uns auch hier!"

Wo das Herz eines Menschen das Gute will, da sind auch seine Glieder dazu bereit und deshalb zögerten die Finger der Wittwe keinen Augenblick, solch gutes Vorhaben ihrer kleinen Freunde durch ihre kräftige Hülfe zu unterstützen. Gern sagten sie diese zu und so trennte man sich mit dem Versprechen, sich jeden Abend getreulich Bericht zu erstatten, was sie alle den Tag über geschaffen. Die braven Finger der Wittwe hielten Wort, denn sie waren gleich an demselben Abend so fleißig, daß die gute Frau gar nicht wußte, wie ihr geschah, als sie nach einigen Stunden eine große Arbeit vollendete, für welche sie noch mehrere Tage nöthig zu haben glaubte. Zufrieden und froh legte sie sich zur Ruh und schlief seit langer Zeit zum ersten Male mit leich­tem Herzen ein. So ging es von jetzt an aber täglich. Treu ihrem Versprechen arbeiteten die guten Finger mit unbe­schreiblichem Eifer und großer Sorgfalt und bald erregten die Arbeiten der Wittwe allgemeine Bewunderung. Von allen Sei­ten erhielt sie Bestellungen und was sie früher in Wochen kaum fertig schassen konnte, das lieferte sie jetzt in wenig Tagen.

Reichlich floß da manches erworbene Geldstück in die Hand der glücklichen Mutter, das sie mit frohem Herzen für ihr Kind zurück legte. Freude und Hoffnung zogen in ihre Brust, die blei­chen Wangen rötheten sich und floh blickte ihr Auge in eine glück­

liche Zukunft.

Schon nach Verlauf eines Jahres hatte sie durch den uner­müdlichen Eifer ihrer Finger so viel erübrigt, daß sie eines Tages getrost ihren Johannes an der Hand nahm, und mit ihm zu einem berühmten Musiklehrer ging. Mit dieseni sprach sie über das Talent ihres Knaben und bat ihn, seinen Unterricht zu leiten. Dem guten Manne hatte man aber gar oft schon Kinder ge­bracht, die ihm als talentvoll geschildert waren, und die zuletzt

doch Nichts lernten, und so konnte man es ihm nicht verdenken,

daß er wenig Lust zeigte, einen so kleinen Burschen in den Unter­richt zu nehmen.

Während dieses Gesprächs, dessen Verlauf die Hoffnungen