es nicht zu arg."
Plötzlich rief Mama aus einem nahen Gebüsche: „Otto, Susanne!" Beide blickten sich etwas verdutzt an. „Kommt nur hierher, Ihr zwei Schuldigen!" rief Mama weiter. Das muhte nun freilich geschehen. Mama saß dort mit
202
und über demselben wölbt sich eine eben so künstlich angefertigte Kuppel. Marie stieg auf den Steinrand und setzte Tante Susanne den Kranz auf. „O," rief Marie, „jetzt bist Du wunderhübsch!" — Tante lachte und sagte, sich zu uns wendend: „Könnt Ihr mich nicht auch bewundern, Ihr ungeschickten, jungen Herren?" — Und so sagend, nahm sie einige Rosen, die im Korbe liegen geblieben waren, tauchte sie in's Waffer und spritzte uns dasselbe sehr freigebig, ins Gesicht. Die Versuchung war für Otto zu groß, er nahm ebenfalls von den Rosen, und jetzt begann ein Kampf, der anfangs zierlich und geschickt, dann aber mehr und mehr durch ziemlich massenhafte Güsse fortgesetzt ward. Marie rief immer dazwischen: „Tante, liebe Tante, bespritze mich doch auch, ich mag es so gerne, ich will Dir auch nichts wieder thun, Tante." Ich verhielt mich ganz ruhig und warnte nur mitunter: „Otto, mache

