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ihrer Arbeit, und als Tante triefend vor ihr erschien, sagte sie: „Geh' nach Haus, Susanne, und kleide Dich um, Du wirst Dich sicherlich erkälten." Tante ließ sich das nicht zweimal sagen und machte sich eilfertig davon. Otto wäre, das sah man ihm an, für sein Leben gern mitgelaufen. „Du wirst wohl so zart nicht sein," fuhr Mama fort, „daher bleibe nur. Sieh, Otto, ich hätte früher Einhalt thun können, aber ich wollte sehen, wie weit Du es treiben würdest. Jedenfalls bist Du zu weit gegangen. Ein Knabe, mit welchem ein junges Mädchen spielt, ein Mann, mit dem es scherzt, darf sich niemals bis zur Nohheit vergessen. Frauen gegenüber muß man sich immer mäßigen können, und in Dir liegt so viel ritterliches Gefühl; ich hatte gedacht, Du werdest Dir das selber sagen. Es giebt Knaben, welche jeden Scherz, den Mädchen sich erlauben, als eine Herausforderung betrachten und ihn mit Grobheit vergelten: die jede kleine Schelmerei plump und ungeschickt aufnehmen, so aber, und das weiß ich, denkt mein Sohn nicht, deshalb dachte ich, werde er die Probe bestehen."
Otto war sehr beschämt; Mama reichte ihm die Hand

