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Tausend und eine Nacht. IV.

sollt ihr sie bis auf den letzten Mann niedermachen, denn der Messias schaut auf euch herab, und die Jungfrau ist euch gnädig gesinnt. Ich aber hoffe, daß der Messias nicht ver­gessen wird, was ich gethan habe."

Als nun ihr Brief dem König Afridün zu Händen ge­kommen war, hatte derselbe in mächtiger Freude sogleich einen Boten zum König von Rüm, den Sohn der ZLt ed-DawZ.hr, geschickt und ihn zu sich bestellt. Dann hatte er ihm den Brief vorgelesen, worauf derselbe erfreut gesagt hatte:Schau meine Mutter, deren List das Schwert überflüssig macht und deren Antlitz wie das Grausen des Tages der Schrecken wirkt." Darauf hatte der König Afridün versetzt:Der Messias beraube uns nicht des Anblicks deiner Mutter und erhalte dir ihre List und Tücke." Dann hatte er den Bi- triken Befehl erteilt, den Truppen einen Ausfall ankünden zu lasse», und, sobald die Kunde davon durch Konstantinopel geflogen war, waren die nazarenischen Heerhaufen und die Streiter des Kreuzes, die blanken Klingen in der Hand, mit dem Feldgeschrei des Unglaubens und der Ketzerei, den Herrn der Gläubigen verleugnend, ausgebrochen. Bei ihrem An­blick hatte der Kämmerling gesprochen:Die Griechen ziehen gegen uns, weil sie erfahren haben, daß der Sultan nicht hier ist, und wollen uns überfallen, während sich der größte Teil unseres Heeres zu dem Könige Dau el-Makün aufge­macht hat." Dann hatte der Kämmerling ergrimmt gerufen: Ihr Streiter der Moslems und ihr Schützer des starken Glaubens, flieht ihr, so seid ihr verloren, haltet ihr stand, so ist der Sieg euer. Wisset, Tapferkeit ist nichts als Aus­dauer, und nichts ist so eng, das Gott nicht auf irgend eine Weise weit machen kann. Gott segne euch und schaue auf euch mit dem Auge der Barmherzigkeit." Darauf hatten die Moslems Mut gefaßt, die Unitarier hatten den Kriegsrnf erhoben, die Mühle des Kampfes hatte mit Hauen und Ste­chen gemahlen, Schwert und Speer hatten gearbeitet, Thäler und Gründe waren von Blut überströmt, Priester und Mönche