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muß der göttliche Glauben allgemein, leicht, faßlich, und von Gelehrten unabhängig ftpn: diese selbst sind an das Wort GotteS gebunden, um darnach zu glauben, und zu handeln, wenn sie wollen selig werden.
Will einer ein Gottesgelehrter / und Verthei- diger seiner Religion werden, der muß freylich seine Kenntnisse über jene des Pöbels erhöhen/ und mit vieler Mühe sich die Geschichte der Vorzeiten , fremde Sprachen, alte Gebrauche, Sitten und Begebenheiten bekannt machen, umseinen Gegnern gehörigen Widerstand zu thun, welche mit solchen Waffen aufziehen, um die geschriebenen Prophezeyungen, und Wunderwerke zu bestreiten. Aber nicht jedem gemeinen Christen der Kirche ist ein so großer Vorrath an Gelehrsamkeit zur eigenen Ueberzeugung nöthig: ihm ists genug, daß ec aus den weltkundigen Wunderthalen des Herrn Jesus / die selbst seine Feinde, Juden und Heiden nicht laugnen konnten, und die sich den Glauben der christlich gewordenen Welt erwarben, hiemit auch von der Göttlichkeit seiner Lehre, und seiner Kirche überzeuget ist. Es ist offenbar, daß die Kirche Christi sich auf seine Einsetzung grüm det, unmittelbar von seinen Aposteln abstammet, unaufhörlich fvrtdauett, und in alle Welttheile sich verbreitet, vermittels der erfolgten Bekehrung der heidnischen Völkerschaften vom wohüüstigen Göt-
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