Dieser Unmuth trübte seine Stirne,

Machte den Bered'ten öfters stumm- Schlank war Klara, eine holde Dirne,

Wohl das schönste Fraulein rings herum. Sanfte Gluth. umfloß wie Morgenröthe Ihrer Wangen schwanenweiße Haut; Jedem Jüngling, der um Liebe flehte,

Sie mit kaltem Ernst in's Antlitz schaut.

Mancher Edle kam aus fernem Lande,

Dm die Kunde her zur Schönen zog, Von der Weichsel bis zum Moselstrande;

Aber jeder sich im Wahne trog;

Keiner konnte Herzensfesseln schmieden, Keinem hatte sie ihr Herz geweiht, Mancher schied, und ließ ihr seinen Frieden, War auf immer fchwermuthvott, zerstreut.

Klara heiß' ich, rein auch will ich bleiben," Sprach sie,meinem Heiland bleib ich treu. Aus dem Kloster wird mich Niemand treiben, Zu dem Herrn bleibt meine Liebe neu.

In der Ehe wahn' ich nie zu finden Meiner Seele ungetrübtes Glück;

Und im Kloster sind mir fern die Sünden, Welche Reue lassen hier zurück."