„Neunmal darfst du warnend auch den Deinen Diese Zeit,der Wanderung hindurch,
Als ein freundlicher Dämon erscheinen,
Und als Schutzgeist walten auf der Burg; Bruno, sieh! mit trauervollen Mienen Steh' ich jetzt zum letzten Mal vor dir; Achtmal schützend bin ich schon erschienen,
Und zum neunten scheidest du von hier.
„Fromm, aufrichtig hast du stets gewandelt, Wohl bedachtest du der Seele Heil;
Und dir wird, weil du so brav gehandelt, Auch dereinst die Seligkeit zu Theil.
So genieße ihren goldnen Frieden,
Bald empfangt dich ew'ge Himmelsruh. Glücklich warft auf Erden du hienicden,
. Schwebe auch dem Himmelsglücke zu."
So der Geist. Er war im Nu verschwunden, Nur ein Blitzstrahl zuckte durch's Gemach, Bruno theilte Klara'n unumwunden
Wörtlich mit, was er, der Burggeist, sprach. „Klara, diese Bitte nur erfülle,"
Hub der Ritter an mit ernstem Ton:
„Weih' dich nicht einsamer Klosterstille,
Sprich nicht mehr der Ritter Antrag Hohn.

