Mild flimmern uns der Freiheit gold'ne Sterne, Die sinst're Nacht der Sklaverei zerstob,

Und jedes biedern Deutschen Enkel lerne,

Was deutscher Much, wenn er sich je erhob, Vermocht in Zeiten drohender Gefahren,

Wenn treu und einig alle Herzen waren.

An meine Brust möcht' ich euch alle druckey,

Die ihr so hoch entflammt zu kühner That,

Beseelt von einem' wonnigen Entzücken,

Dem kalten Tode starr in's Auge sah't;

Hoch schwellt's im Busen mir wie Sturmes-Wogen, Denn mächtig fühl' ich mich zu euch gezogen.

O, könnt' ich euch in meine Arme schließen,

Euch, deren Tapferkeit so wohl erprobt! -

O, könnt' ich euch als Waffenbruder grüßen,

Die ihr gelöst, was treu ihr angelobt:

Das Vaterland von fremden Sklavenketten,

Vom Drucke Frankreich's Zwingherrschaft zu retten.

Wie laut und feierlich mit Herz und Munde Dem Vaterland geschworen eure Treu',

Und wie ihr euch vereint zum-schönsten Bunde, So kühn entwunden fremder Tyrannei,

Da hatte Mich Natur erst ^aum geboren,

Zu eures Ruh'ms Bewund'rer auserkoren.