Die S t i m ru g l o ök e. )

Elegie.

Selbst des Eefühles^entbehrend erfüllt fic die sanften Gemülher

Oft mit betrübendem Sinn, heiligem Schauder und Furcht, i

^ieh, wie schlummert sanft und süß Natur; Heil'ges Schweigen ruhet auf der Flur, Finst're Abendwolken zieh'n vorüber:

Auch in meiner Seele wird es trüber, Schwermuth taucht aus ihrer Tiefe auf, Meinem Herzen lass' ich freien Lauf.

*) In vielen katholischen Ländern herrscht die Sitte,

durch eine Glocke, welche man die Stimmglocke nennt, der christlichen Gemeinde den nahen Tod ei, nes in den letzten Zügen liegenden Sterbenden mittelst eines eintönigen Anschlagens oder Geläutes zu verkünden, um, das ist der Sinn und Zweck desselben, dem Scheidenden ein stilles Gebet nachzu, senden. Zuweilen wird auch erst dann gestimmt, wenn der Kranke bereits gestorben ist.