— fei —
A n Minna.
Ich denke Dein in spater Abendstunde,
Wenn seiner Ruh der müde Körper pflegt,
Und manches Achs strömt dann aus meinem Munde» Entquillt der Brust, die manchen Seufzer hegt.
O Minna! Deine Züge , Deine Blicke
&tetyn fest in £>eine§ treuen Jünglings Brust.
Er zürnet oft dem bösen Mißgeschicke;
Sein Gram ist wohl gerecht, und Dir bewußt.
Empfinde, was für Dich der Jüngling fühlet,
Und zürne nicht, daß er um Liebe fleht.
Bewirke Du, daß seine Gluth sich kühlet,
Eh' er in's beß're Jenseit übergeht.
Hörst Du ihn nicht, laßt er die Leyer schweigen,
Die nur durch Deine Liebe sanft ertönt;
Sein Herz bleibt ewig seiner Minna eigen,
Die ihres Jünglings Blüthen-Leben krönt.
.Umschweben auch mich liebliche Gestalten,
Der Achtung und der reinsten Liebe weröh r
So will ich doch an treuer Liebe halten.
Wie es die Pflicht-des festen Willens lehrt»
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