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Die Spröde.

Tie hört mich nicht! wie grausam sie, Die liebe Unschuld ist;

Fast möcht' ich glauben, daß sie nie Ein Lippenpaar geküßt.

Nur einen Kuß! sprach ich, da zieht Sie ihre Stirn so kraus,

Und wie ein junges Reh entflieht Sie dann zur Thür hinaus.

Herrn Amor habe ich zitirt,

Daß er mit seinem Pfeil

Darauf ist er gut exercirt

Versuche alles Heil.

Gut trifft der Schütze, und gewiß Besiegt er sie sogleich,

Mit ihr ein großes Hinderniß:

Ihr sprödes Herz wird weich.

Dann glaube ich, daß sie mich hört, Bitt' ich um einen Kuß;

Bei'm Amor! glaubt es, sie verwehrt Mir nicht den Hochgenuß.