Achtes Kapitel.
,, Es befremdete mich nicht wenig, bey meiner Ankunft die Fensterladen der Emigrirten verschlossen zu finden."
,, Hier soll ich Ihnen einen Brief übergeben Herr Wilm, sagte der Hauswirth, der in der Thüre auf mich zukam. 3ch erkannte des Ausgewanderten Hand. "
„Ausgezogen also? rief ich, auf die leeren Zimmer, die eben gereinigt wurden, deutend."
„Ausgezogen und fortgereist. Das Mierh- geld haben Sie mir mit diesem Briefe geschickt."
„Ich riß den Brief auf:"
„Leben Sie wohl, Herr SßiOti!" fing er sich an. ,, Wir alle sind Sclaven des Schicksals. Seine Laune brachte uns zusammen, ,, seine Laune bringt uns fetzt wieder auseinan- ,, der. Vermuthlich für immer. Unterlassen Sie „alle Nachforschungen, wenn Sie .sich nicht „ vergebne Mühe machen wollen- Meine Toch- „ ter verspricht Ihre Freundinn zu bleiben, ,, wenn sie Ihnen auch nun nichts weiter wer- ,, den kann. Sie grüßt Sie herzlich, und dankt „ Zhnen, wie meine Frau und ich, für man- „ chen heitern Abend in der Fremde."

