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so unbestimmten Strichen, daß sich daraus alle mögliche Gesichter und Alter so gut als das mei- nige, würden haben Hervorbringen lassen.

So sehr dies; aber auch auf den langen Zeitraum hinwies, den ein Gemählde dieses Künstlers bis zu seiner Vollendung zu durch­laufen hatte, so. hüchete ich mich doch eine Be­merkung darüber zu äußern. ES war das erstem mahl daß meine Gestalt der Kunst anheim fal­len sollte, mit Künstlern war ich auch nicht be­kannt, wußte daher nicht, ob dieses langsame Forcschreiten in der Regel seyn mochte. Seit­dem ich auf dem Lande lebte hatte ich mich über- dieß in die Gebräuche der Landleute hineinstu- dirt, die in dergleichen Fällen üch gemeiniglich eher ein christliches Ausharren, als voreilige Beschwerden zu Schulden kommen lassen. Denn der wohlhabende Landmann fürchtet nichts so sehr, als vor dem anmaßenden Städter wie ein unerfahrner Mensch dazustehen.

Viertes Kapitel.

ÄNein Mahler war übrigens die Unverdrossen­heit selbst. Sechs Wochen lang kam er tagtäg­lich zu mir heraus. Ich merkte freylich, daß in ihm die Kunst, im eigentlichen Verstände