jedoch so, wie jede Kirche nach den dann angenommenen Ansichten denselben vorschreibt. Es ist leicht einzusehen, daß diesem Unterrichte alle die vorhin erwähnten vier Mängel eigen seyn müssen.

c) Der Unterricht aus der Unterhaltung mit andern, besser unterrichteten Menschen und aus den Schriften der Philosophen wobei aber am meisten zu bedauern ist, daß die gute Wahl dieses Unterrichts vom Zufalle abhängt.

»Es wäre also ein Institut wünschbar, welches den »Unterricht über die allgemeine Bestimmung des »erwachsenen Menschen dem Zufalle entrisse, und »diesen Unterricht jeder Lebcnsperiode anpaßte . >y

Da nun dieses sich weder vom Staate, noch von der Kirche erwarten läßt, indem beiden nur daran liegen kagn, daß sie den Menschen die für ihr politisches und kirchliches Interesse erforderliche Bildung verschaffen; so ist es die Sache unabhängiger und gebildeter Männer, für ein Institut zu sorgen, welches die Bildung des Mene scheu zum Menschen, und die allgemeine Bestimmung des Menschen, zum Gegenstände seines Wirkens macht. *)

*) Meine Meynung , daß auch die Kirche nicht als eine zu/ reichende Quelle für allgemeine Menschenbildung angesehen werden dürfe, wird auf jede kirchliche Parthel anzuwenden seyn, deren Geistlichkeit auf ein gewisses oor- jms doctrinae beeidigt wird, und deren Glieder bei ihrer Ausnahme an ein solches gebunden werden. So nöthig und heilsam dieses seyn mag, so wird demohngeachtet nicht zu behaupten seyn, daß dieses Glaubeiisbekeiintniß nie als voll/ ständige Darstellung der Bestimmung des Menschen und als 'Norm der allgemeinen Menschenbildung betrachtet werden könne; auch wird nicht äbzuändcrn seyn, daß jedes Konfes« stonsglied seine besondere Kirchenlehre sür die beste halte.