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Tochter einsi über väterliche Unachtsamkeit beklagt."

Die süße, entzückende Neigung, die unserm Wesen von dem Schöpfer einge- pflanzt wurde, die, wenn wir in der Le- bensblüthe stehen, uns durchschauert und ergreift, der die Erde in dauernder Zeit- folge das verjüngte, mit erneueter, frischer Kraft wirkende Menschengeschlecht verdankt, diese Neigung, welche uns mit holder, aber unwiderstehlicher Gewalt zu einem geliebten Gegenstände hinziehr, dessen Bild wir in uns tragen, den unser Auge schaut, war .in Susannen erwacht, sie regte sich und wurde verlangend und seh­nend. Ze reiner und unverdorbener ein Mädchenherz erhalten wurde, je fremder die Männerwelt ihm blieb, desto feuriger wallt es auf, wenn es der erste Funke einer bisher ungekannten Liebe entzündet. An dem Schönen, Erhabenen, Heiligen Hütte sich Susann« geweidet, liebgewon- nen das Edle und Göttliche; in ihrer Seele lag ein Schatz von frommen Ideen,