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stille schöne Gegend, in der sie ausgewachsen war, verlassen; aber sie konnte sich doch der Tante nicht undankbar beweisen und mußte sich also in den Willen derselben, so schwer es ihr auch wurde, fügen. Heute war es nun das letzte Mal, daß sie mit Elisen zusammen sein konnte. Sie hatte sie gebeten, hierher anihr Lieblingsplätzchen, wo sie so ofttraulich zusammengesessen hatten, zu kommest, um noch einige Stun­den ungestört bei einander zu sein. Darum senkte auch jetzt Rosa so traurig das Köpfchen, denn das Herz war ihr schwer vom nahen Abschied.

Also heute werdet Ihr bestimmt abreisen?" fragte Elise nach einigem Stillschweigen.

»Ja, schon heute Morgen wird uns der Wagen des Onkels abholen, damit wir noch am Abende in der Stadt eintreffen," erwiderte Rosa, die schönen Augen, in denen eine Thräne glänzte, zur Freundin erhebend.

Schon diesen Morgen?" sagte Elise erstaunt; dann aber fügte sie lächelnd hinzu: -nun, wenn Du erst in der schönen glänzenden Hauptstadt sein wirst, mein Röschen, dann wirst Du uns und unser einfaches Städtchen wohl bald vergessen haben."

O, gewiß nicht, Elise," rief Rosa aus, ihren weißen Arm um die Freundin schlingend;wenn Du wüßtest, wie schwer mir der Abschied wird, dann würdest Du das gewiß nicht sagen; o, ich werde Dich nicht vergessen, nie, nie in meinem ganzen Leben!"