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war finster, doch fie fand den Weg glücklich hinauf, und da sie beim schwachen Dämmerschein des Mondes den Namen Nordeck auf einem Schilde zu lesen glaubte, so zog fie hier leise die Klingel. Ein Herr, es mußte Nordeck sein, öffnete und bat Rosa, die ihr Anliegen vorgebracht, freundlich, einzutreten. Sie that es, und nachdem sie durch das Vor­gemach gegangen war, in welchem sich bei ihrem Eintritt ein Diener in reicher Livree, der auf Jemand zu warten schien, erhob, trat sie in das hell erleuchtete Zimmer. Ihr Busen hob sich schnell von eiligem Lauf, ihre Wangen waren lebhaft geröthet und ihre dunklen Augen leuchteten gleich Sternen; sie sah überaus reizend aus. Sie senkte einen Augenblick die langen Wimpern zu Boden, und als sie die­selben wieder hob, begegneten ihre Augen denen Nordeck's. O, wie bebte sie bei seinem Anblick zusammen. Seine Gestalt war groß und schön, sein Gesicht edel und männlich, und obwohl etwas blaß, doch durch die sanft gebräunte Wange gehoben und durch die sprechenden schwarzen Augen belebt. Um die hohe, gedankenvolle Stirne wogte das schwarze lockige Haar und ein eigenthümliches Lächeln spielte um den feinen aristokratischen Mund. Wie geistreich war der Ausdruck dieses Gesichts, wie edel diese Haltung! Nordeck's Augen glänzten in einem solchen Feuer und ihr Blick war so im- ponirend, daß Rosa sich gezwungen fühlte, erröthend die ihrigen niederzuschlagen. Nordeck, welcher ihre Verlegenheit bemerkte, sagte:Dort am Fenster, auf den Oleanderstrauch, hat der Flüchtling sich hingerettet; wollen Sie vielleicht so