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Ein Zug tiefen Schmerzes überflog Barbara's Gesicht, als sie diesen Namen nennen hörte, dann sagte sie:

Es wird ihm gleichgiltig sein, wenn er jemals erfährt, was aus der geworden ist, die er betrogen, verrathen und aufgeopfert hat. Gott verzeihe ihm dieses. Er hat damit ein Herz gebrochen.Und wo ist er? Er ist ja aus Krakau verschwunden."

Vorsichtig schaute sich jetzt die Freundin um, und als sie sich überzeugt, daß Niemand lauschte, da flüsterte sie leise:

Du irrst, arme Freundin, man hat falsche Nachrichten verbreitet und Constantin verleumdet. Wohl hat er eine Reise gemacht, aber in Gesellschaft einiger Freunde, um sich zu zerstreuen, da er Dich für untreu gehalten hat."

Mich?" fragte Barbara erbleichend.

Ja Dich, er hat geklagt, daß er auf alle seine Briefe keine Antwort erhalten habe."

Mein Gott, aber ich habe mich über diesen Punkt zu beklagen, denn auf meine Briefe blieb ja die Antwort aus."

Wie ist das möglich?"

Barbara betheuerte, daß sie ja oft geschrieben, die erste Zeit auch Antwort erhalten habe, dann aber nicht mehr, und da habe sie endlich auch nicht mehr geschrieben.

Die Freundin neigte sich noch näher zu ihr und flüsterte:

Sollte hier etwas Anderes dahinterstecken? Sollte man sich der Briefe bemächtigt haben?"

Barbara erschrak, sie starrte die Sprechende mit großen Augen au.

Meinst Du?" fragte sie dann mit gepreßter Stimme.

Es ist möglich," flüsterte die Freundin.Wisse noch etwas, Constantin will sich selbst überzeugen, ob Du ihm treu oder untreu bist; er kommt nach Warschau und findet Dich als Nonne."

Heiliger Gott!" schrie Barbara auf.

Dann fragte sie die Freundin mit bebender Stimme, woher sie dies Alles wisse? Und diese entgegnete, daß ihr Bruder, von einer Reise zurückkehrend, in Krakau seinen Freund Soltyk besucht habe und dieser ihn nun nach Warschau begleite, wo sie in ein Paar Tagen cintreffen könnten.

Barbara bebte am ganzen Körper, ein düsterer Gedanke durch­zuckte sie. Sollte man gegen sie falsch gespielt haben? Sollte das