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des Gesprächs der Besucherin zu sein, da es den Nonnen verwehrt ist, ohne Zeugen am Gitter sich mit Jemand zu unterhalten.
Außerhalb des Gitters, welches das Sprachzimmer in zwei gleiche Theile theilte, stand eine hochgewachsene Dame in seiner Kleidung. Das Gesicht der Dame konnte Barbara nicht sogleich erkennen,- denn sie hatte den Schleier herabgelassen.
Barbara trat an das Gitter und redete die Dame an.
Die Dame horchte bei dem Klange von Barbaras Stimme ans, trat dann rasch dem Gitter nahe, suchte hindurch zu schauen und grüßte dann die Nonne.
War der Dame Barbara's Stimme ausgefallen, so war es jetzt umgekehrt der Nonne nicht minder ausfallend, als sie jetzt die Dame sprechen hörte; auch sie machte eine Anstrengung, durch das Gitter zu schauen, doch ließ sich eben nichts weiter erkennen, als was sie schon gesehen, da der Schleier das Gesicht der Fremden noch deckte.
Die Dame sagte nun, daß sie von Warschau komme, daß sie dort die Eltern und Verwandten der Nonne Barbara Ubryk gesehen und von ihnen bauftragt worden, die Ordensschwester zu besuchen.
„Aber," fügte die Fremde schnell hinzu, „ich hatte es anders erwartet. Ich hoffte freieres Gespräch! — Muß denn dieses Gitter, dieser Zwang sein?"
„Es ist so Klosterbrauch," entgegnete die Nonne mit leisem Seufzer.
Die Dame erwiderte, daß sie bisher immer geglaubt und es auch schon in anderen Klöstern gefunden, dergleichen Maßregeln würden nur gegen das andere Geschlecht angewandt, und sie fügte hinzu, daß sie geglaubt, auch in das Innere des Klosters, in die Zelle derer, die sie besuchen wollte, zu gelangen.
„Unsere Ordensregeln sind streng," erwiderte die Nonne, „was in anderen Klöstern gestattet wird, ist in dem unseren schon untersagt."
Auf die weitere Frage, ob denn die Erlaubniß nicht zu erhalten sei, das Innere des Klosters und die Zellen zu betreten, entgegnete Barbara, daß die Erlaubniß wohl zu erhalten sei, doch nur durch die Oberin, und auch da nur auf Empfehlung angesehener, mit dem Kloster in irgend einer Beziehung stehender Personen.
„Das ist streng!" murmelte die Besucherin.
Barbara stutzte wieder, denn immer bekannter ward ihr diese Stimme, und sie fragte nun, wer die Besucherin eigentlich sei?

