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„Auäi ick habe meine Sterne, zu denen ich gern aufschaue, die aber dennoch nicht immer mir leuchten," sagte endlich Florian mit einer Stimme, die in ihrer Erregtheit und Unsickerheit auffallend klang.
Um nur etwas zu sagen entgegnete Maria leichthin:
„Freilich, denn die Sterne sind off von Wolken verdeckt."
„Auch ohne diese Hülle glänzen sie doch nicht mir," antwortete Florian mit einem leisen Seufzer.
„llnd ich denke, die Sterne leuchten allen Menschen," sagte Maria mit ruhiger Stimme.
Florian schüttelte schweigend das Haupt.
Maria konnte sich in dieses Benehmen des Paters nicht recht finden, sie wollte das Gespräch dadurch abbrechen, daß sie schnell vorüber und in das Schloß zurück ging. Aber da rief ihr der Pater mit klagender Stimme zu:
„Bleibe, schöner Stern, verschwinde nicht so schnell!"
Florian hatte sich bei diesen Worten der jungen Gräfin wieder in den Weg gestellt und stand mit gefalteten Händen vor ihr.
Betroffen blieb Maria stehen und starrte den Pater an, dessen Benehmen jetzt ihr noch räthselhaster wurde. Dann fragte sie mit einer Stimme, durch die ein leiser Vorwurf klang:
„Herr Pater, was soll das heißen?"
Bei dieser Frage fuhr der Pater auf:
„Nein!" rief er dann mit leidenschaftlichem Tone, „nicht länger kann ich es verbergen, nicht länger diese Gluth bemustern; ich muß es aussprechen, muß Dir es sagen, was in meinem Herzen vorgeht."
Er machte eine kurze Pause, als besänne er sich, ob er das, was er auf dem Herzen zu haben schien, auch wirklich aussprechen solle oder nicht, dann aber stürzte er plötzlich auf die Kniee und rief:
„Aussprechen muß ich es, ich muß Dir es sagen, daß mein Herz glüht, glüht für Dich, Maria, daß ich Dich — liebe!"
Maria wich bei diesem leidenschaftlichen Geständnisse des Paters erschrocken zurück. — Es mußte sie wohl erschrecken, aus solchem Munde plötzlich ein solches Geständniß zu vernehmen.
„Herr Pater," sagte sie dann ernst, „bedenken Sie Ihr Kleid!"
„Was thut das Kleid!" rief Florian heftig dagegen. „Sieh' auf mein Herz."

