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ziehen, da wich sie mit abwehrendcr Haltung ein Paar Schritte vo ihm zurück, und ihr ernster Blick mahnte ihn, nicht die gebührenden Schranken zu überschreiten.
Der Pater verstand es und ließ die erhobenen Hände niedersinken, wobei sein Gesicht zugleich den Ausdruck der Trauer annahm.
„Sprechen Sie nur aus, was mich betrifft," sagte Maria in befehlendem Tone. „Die Zeit verstreicht!"
Florian fuhr aus.
„Ja," sagte er hastig, „Sie haben Recht, Maria, die Zeit verstreicht und ich habe noch viel zu sagen. — Wissen Sie denn, Sie sind hintergangcn, die Studentenangelegenhcit steht bei weitem nicht so schlimm."
Maria erblaßte.
„Sie meinen Johannes Kotowsky?" fragte sie schnell.
„Denselben!"
..Er ist in die Hände seiner Verfolger gefallen."
„Nicht im Geringsten!"
Mit einem leisen Schrei fuhr Maria auf, trat hastig dem Pater noch näher und heftete ihre Augen auf sein Gesicht; dann fragte sie mit vor innerer Erregung bebender Stimme:
„Heiliger Gott, soll ich das so verstehen, daß er frei ist?"
„Ja!" entgegnete der Pater kurz.
„Gott sei gelobt!" brach da Maria aus, indem ihr die Thräncn in die Augen traten.
Sie hob die gefalteten Hände empor und schien im Begriff niederzuknieen, um sogleich ein Dankgebet zu sprechen.
Pater Florian betrachtete sie mit Blicken, in denen sich wechselnde Empfindungen ausdrückten, und auf einen Augenblick mochte er vielleicht selbst es bereuen, daß er sich so weit ausgesprochen hatte. Doch sein Plan verlangte dieses und nach kurzer Pause fuhr er fort:
„Jener Student, an dem Sie solchen Antheil nehmen, befindet sich ganz wohl in Krakau!"
„Täuichen Sie mich auch nicht?" fragte Maria und heftete einen bangen Blick auf den Pater.
„Was hätte ich für Interesse daran, Sie täuschen zu wollen?"
„So entkam Kotowsky dem Gefängnisse?"
Florian lächelte.

