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aus der Umgegend einliefen und auch zu Maria's Ohren kamen, besagten, daß die Wölfe, die sich schon im Herbste bemerkbar gemacht- jetzt, da das Innere der Wälder mit tiefem Schnee angefüllt war, sich schon häufiger zeigten.
Diese Nachrichten vermehrten Maria's Besorgnisse, denn sie wußte nicht, ob Michalky seine Reise zu Fuße angetreten, oder andere Gelegenheiten benutzt batte, wozu er von ihr allerdings die nötbigen Mittel erhalten; war das Elftere der Fall, so konnte er bei diesem Wetter sehr vielen Gefahren ausgesetzt sein, und die Wölfe konnten diese Gefahren für einen einsamen Wanderer noch vermehren.
Ein fünfter, ein sechster Tag verging noch und kein Michalky ließ sich blicken. Maria wußte nichts von ihm und sie wagte nicht, sich nach ihm zu erkundigen, aus Furcht, irgend einen Verdacht bei den sie umgebenden Spähern dadurch zu erregen.
Während dieser Zeit hatte die gesteigerte Unruhe den Einfluß auf ihren Körper, daß er wieder krankhafter gereizt erschien als die letzten Tage.
Da erschien eines Morgens der Graf Golchowsky bei der Nichte und sagte ihr, daß nun Alles bereit sei, das Kloster ihren Eintritt erwarte und sie nun binnen acht Tagen nach Krakau abgehen solle, sie möge sich deshalb fertig machen, um zur noch zu bestimmenden Stunde abreifen zu können. Er fügte hinzu:
„Ich hoffe, dürch diese Bestimmung Deinen geheimen Wünschen entgegenzukommen und am besten für Deine bedrohte Sicherheit zu sorgen."
„Ja, Onkel, Sie haben da ganz recht!" entgegnete Maria mit leltsamem Ausdruck, „es werden dadurch so viele Wünsche erfüllt, und es wird auch für meine Sicherheit gesorgt."
Maria's Stimme klang so bitter, fast schneidend und anklagend, und dabei doch so eisig kalt, daß der Graf zusammenschrak und besorgt leine Blicke auf die Nichte wendete, als suche er in ihren Augen zu lejen, was sie eigentlich mit diesen Worten sagen wollte. Allein Maria hatte das Gesicht abgewendet, das Auge zur Erde geschlagen und schien so eisig ruhig, aber zugleich so unnahbar, daß der Onkel, ohnehin sich schwerer Schuld gegen die Nichte bewußt, nicht weiter zu sprechen wagte, sondern zufrieden, der Ankündigung

