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Maria entgegnete, daß ihr von dem, was sie zu thun habe, noch kein klares Bild vorschwebe, daß sie sich dasselbe erst klar werden lassen wolle, um sich dann um so bestimmter aussprechen zu können, Florian möge deshalb darauf warten; nur so viel könne ne ihm jetzt sagen, daß es ihr fester Entschluß sei, sich nicht nach Krakau führen zu lassen, vor der Hand aber wolle sie noch einige Tage Zeit zu gewinnen suchen.
Florian blieb nichts übrig, als sich mit dieser Antwort zu begnügen, jedoch meinte er, daß Maria besser thun würde, sich ihm gegenüber mit mehr Vertrauen auszusprechen, da sein Rath ihre Ansicht dann doch wohl sehr wirksam unterstützen könnte. — Auch konnte es Florian nicht recht begreifen, daß Maria die Flucht immer wieder verzögerte, da doch jede Stunde Entdeckung und Vereitelung des Planes herbeiführen konnte.
Schließlich meinte er, es scheine ihm ganz so, als ob Maria sich in dein irrigen Traum wiege, durch einfachen Widerstand den Grafen bewegen zu können, gänzlich von seinem Plane abzustehen und die nun mit dem Kloster abgeschlossenen Verhandlungen für ungiltig zu erklären.
„Allerdings hoffe ich im Stillen noch Solches," antwortete Maria.
Heftig entgegnete da Florian, daß diese Hoffnung eine vergebliche sein werde, da man es dem Grafen unmöglich gemacht habe, in dieser Sache zurückzutreten, selbst wenn er wolle, und sie damit nichts erreiche, als daß unterdeß der Fluchtplan verrathen und vereitelt werde.
Maria's Antwort war einfach:
„Es wird sich dieses binnen ein Paar Tagen Herausstellen und dann ist noch Zeit zum Handeln."
Florian konnte sich in Maria's Benehmen nicht finden und entfernte sich.
Graf Golchowsky erschien dann bei seiner Nichte; er zeigte sich gedrückt und verlegen und schien nur ungern mit der Sprache heraus zu gehen. Er sagte, daß nun der Zeitpunkt erschienen sei, wo sie das Schloß verlassen werde, um in einen neuen Wirkungskreis zu treten, und nannte ihr Tag und Stunde der Abreise. — Es war dieselbe Zeit, welche ihr schon von Florian genannt war.
Maria zeigte sich keineswegs überrascht; sie erklärte, daß sie noch nicht geneigt und vorbereitet genug sei, diesen Schritt zu thun, und

