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„Wenn dieses wäre, würde es Dein Verderben sein! Du hättest mich betrogen, betrügen aber läßt sich Florian nicht."
So wahrhaft unheimlich, dämonenhaft waren die Blicke des Paters, so sehr glich der Ton, mit dem er diese Worte sprach, dem Schlangengezisch, daß Maria sich von einem kalten Schauder überrieselt fühlte. Sie wich noch mehr zurück.
„Du sollst. Du darfst nicht in's Kloster. und gingst Du dennoch dahin, ich risse Dich wieder heraus und sollte ich die ganze Welt in Brand stecken," stieß der Erregte hervor. „Ich will Dich besitzen, Dich, nur Dich, ganz besitzen, und mein mußt Du werden!"
„Florian, Florian, sind Sie wahnsinnig!" flüsterte Maria. „Bedenken Sie Ihr Kleid."
Pater Florian brach in ein zorniges Lachen aus.
„D," sagte er dann, „dieser schwarze Lappen! Ich verfluche ihn und reiße ihn vom Leibe wie einen unnützen Fetzen. — Sage mir nur die Farbe, die ich tragen soll, und ich will es thun!"
Maria wurde noch ängstlicher, denn es schien ihr jetzt fast, als ob der Pater halb wahnsinnig sei.
„Willst Du wirklich in's Kloster, Derrätherin?" fragte Florian wieder.
„Ich werde nicht hingehen," entgegnete Maria.
„Du darfst auch nicht, und sollte ich die Pferde vor dem Schlitten, der Dich fortbringen soll, niederschießen."
„Florian, Florian!"
„Ich sage, Du darfst nicht, denn mein mußt Du sein. Ich habe ein Recht auf Dich!"
„Gott und die Heiligen haben das erste Recht!"
„O," sagte Florian, indem ein bitteres Lächeln über sein Gesicht zuckte, „die Heiligen werden mit mir nicht in die Schranken treten, dazu sind sie zu vernünftig. Aber Menschen könnten es thun! Teufel, wenn das wäre, ich vernichtete sie. und wenn es der Papst selber wäre. — Maria, Maria, am Ende spielst Du ein falsches Spiel mit mir!"
Florian hob bei diesen Worten die Hand drohend gegen die junge Dame auf und schaute sie mit durchbohrenden Blicken an.
Maria war von diesem ausgesprochenen Verdachte betroffen. Allerdings spielte sie falsch gegen den Pater, aber nur, weil sie mußte.

