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Welchen?" fragte Florian hastig.

Ignatius machte eine flüchtige Bewegung mit der Hand nach der Stirne und heftete zugleich einen drohenden Blick auf den An­geklagten.

Florian verlangte wiederholt den Namen des Anklägers zu wissen und nannte die Anklage eine Verleumdung oder eine auf Mißverstand beruhende Verdächtigung.

Nun/' sagte Ignatius mit Hohn,dann kläre doch diesen Miß­verstand auf, wenn Du es vermagst. Ist es etwa auch ein Miß­verstand, daß Du eine sträfliche Leidenschaft gegen die dem Himmel als Braut bestimmte Gräfin Maria hegtest?"

Wer sagt das?" fuhr Florian auf.

Ich!" war Ignatius feste Antwort.

Hast Du Beweise?"

Mehr als hinreichend, Dich zu Boden zu schmettern!"

Es ist Irrthum und Mißverständniß!"

Nun, so steht Dir es ja frei, diesen Irrthum aufzuklären, diese Mißverständnisse in ihrem wahren Lichte darzustellen. Thue es doch und es sollte mich freuen, wenn Du es vermagst."

Florian erklärte nun, daß er allerdings Maria gegenüber sich so gezeigt, als nehme er ein wärmeres Interesse an ihr, wobei sein Herz im Spiele sei, doch habe er dieses nur im Interesse der heiligen Kirche und der Gesellschaft Jesu, überhaupt zur größeren Ehre Gottes gethan; sein Zweck sei dabei gewesen, sich des völligen Vertrauens der jungen Gräfin zu versichern und sie zu bestimmen, ihm ihre Ge­heimnisse zu enthüllen, dainit er dann um so leichter ihre ihm offen­bar gewordene Abneigung gegen den Klosterstand besiegen und sie auf die sanfteste Weife von dem Ungrunde dieser Abneigung über­zeugen könne. Er offenbarte bei dieser Darlegung große Vered- jamkeit und viele Taktik; er wand sich hin und her gleich einer Schlange, um so überzeugend als möglich darzuthun, daß sein ein- gejchlagener Weg der beste gewesen, um so geräuschlos als möglich an das Ziel zu kommen und Maria für die Kirche zu gewinnen. Er juchte darzulegen, daß er glaube, eher Dank als Tadel zu verdienen, weil er mit solchem Eifer für das Beste der Kirche gewirkt, und schloß mit der Bemerkung, daß, sei sein Erfolg zuletzt nicht den Wünschen der Kirche entsprechend gewesen, habe der Teufel die junge Gräfin