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Gleichviel. Dient sie nur unfern Zwecken, so verrichtet sie doch fromme Werke, und die werden ihr im Himmel angerechnet."

Wozeck lächelte spöttisch.D," sagte er dann,die gnädige Frau Gräfin denkt nicht im Geringsten daran, unseren Zwecken zu dienen, sie denkt vielmehr, wir dienen ihren Zwecken, und ist dafür gefällig."

Und täuscht sich," entgegnete Ignatius höhnisch.Sie wird benutzt als Mittel zum Zwecke, als Werkzeug zum Aufbau eines Gebäudes, und ist dieses aufgebaut, hat das Werkzeug eben seinen Zweck erfüllt und wird bei Seite gelegt, um gelegentlich vielleicht noch einmal benutzt zu werden, wenn es noch etwas taugt."

Aber wie gesagt," nahm Wozeck wieder das Wort,die Gräfin Isidora weiß es sehr wohl, daß, so der Herr Graf beliebt, das Zeit­liche zu segnen, die Nonne Maria Erbansprüche erbeben kann und die geistliche Behörde sie erheben wird; aber sie hat auch die feste Zuver­sicht, daß dann die russischen Gesetze dem entgegen treten, und sie hat selbst schon im Geheimen Schritte gethan, sich die Hilfe der Macht­haber in solch einem Falle zu sichern!"

Ein schlaues Weib," sagte IgnatiuS lächelnd,aber es dürfte sich denn doch täuschen. Wie ist es mit den Rechnungen?"

Ich habe den Auszug von Dem gemacht, was der Gräfin Maria noch von ihrem Onkel zusteht," antwortete Wozeck. Er reichte dem Jesuiten zugleich ein Packetchen Papiere. Ignatius griff hastig darnach und öffnete es. Es enthielt Rechnungen mit langen Reihen von Zahlen, die er neugierig musterte; dann faltete er die Papiere zusammen und sagte vor sich hin:Ich glaubte eigentlich mehr. Allein das thut nichts, man macht mehr."

Oder man nimmt Alles!" ergänzte Wozeck.

Ignatius stimmte diesem Ausspruche lächelnd bei und fragte jetzt nach dem Grafen.

Wozeck's Bericht über den Grafen Golchowsky war nicht minder ausführlich, als der über die Gräfin Isidora. Der Graf hielt sich von großen Gesellschaften mehr zurückgezogen, war finster, hypochon­drisch, zu Zeiten fast menschenscheu. Er schien seine Härte gegen seine Nichte zu bereuen, denn wenn er von ihr sprach, that er es mit dem Ausdrucke des Bedauerns und bisweilen mit einigen Seufzern. Alles zeigte, daß er für seine Person die Nichte wohl lieber aus dem Kloster genommen hätte, wenn dieses gegangen wäre. Graf Golchowsky