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daß der Tod, dieser mächtige Löser jedes Bündnisses, nicht zu rasch herantritt/'

Isidora schaute betroffen auf den Pater und verlangte dann Er­klärung dieser Worte. Ignatius ließ darauf auch nicht warten; er sagte ihr, daß, wenn der Graf jetzt plötzlich sterbe, ein schlimmes Spiel für die Gräfin selbst entstehen könne, da die geistlichen Behörden dann die Sache der Gräfin Maria zu der Ihren machen, und dann würde es nicht ohne langwierigen Streit abgehen; die Hoffnung, welche Isidora auf die Stimmung der russischen Behörden gegen den katholischen Clerus hege, könne sehr leicht sich als trügerisch er­weisen, da sie ja nicht wisse, welche Waffen die Gegenpartei gebrauche, um den Sieg zu erringen. So lange man des Gegners Waffen nicht kenne, so lange könne man auch nicht mit Sicherheit auf Erfolg des Widerstandes rechnen, denn in einem Processe hänge weniger davon ab. welche Partei das größere Recht habe, sondern von den Mitteln, die angewendet würden, den bestrittenen Sieg zu erringen.

Isidora stutzte, denn diesen Einwurf hatte sie nicht erwartet; sie konnte aber auch nicht ableugnen, daß der Pater ganz Recht haben könne, und sie bat ihn auf Mittel zu sinnen, wie für jeden Fall ihre Rechte und Ansprüche gesichert würden; wenn er dieses thue, so würde sie ihn als ihren wahren Freund anerkennen.

Isidora," rief da der Pater, indem er die Miene eines Ge­kränkten annahm,haben Sie denn noch nicht genug Beweise davon, daß ich wirklich Ihr wahrer Freund bin? Sind Sie nicht schon überzeugt, wie ich zu jedem Opfer für Sie stets bereit war und es noch bin?"

Bei diesen Worten warf Isidora einen glühenden Blick auf den Pater.Zeigen Sie es und ich will Ihnen lohnen!" hauchte sie.

Mit leidenschaftlicher Gewalt schmiegte sich nach diesen Worten Isidora wieder an den Pater und überließ sich abermals seinen stürmischen Liebkosungen.