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Ich sprach einige Worte zu dem Sterbenden; er hatte die Sprache bereits verloren, gab mir aber durch Zeichen zu verstehen, daß er mich verstände, an eine Beichte war nicht zu denken. Gegen drei Uhr, nach viertelstündigem schweren Todeskampfe, war er tobt, sein Leiden hieniedeu geendet. Bevor ich den Laienbruccr herbeiries, besah ich das Gefängniß genau, denn bei der Hülle des Entseelten schwor ich diese Gräuel dem Kaiser anzuzeigen. Auf meinen Ruf trat der Laienbruder ein und im kältesten und gleichgiltigsten Tone sagte ich:Bruder Nicodcmus ist weg!"Der mag froh sein, cs überstanden zu haben," cntgegnete Jener ebenso kalt.Wie lange war er hier?"Zweiundfünszig Jahre!"Nun, da hat er seine Bergehungen hinlänglich gebüßt!"Ja, ja, indessen war er doch nie krank. Erst gestern Abend, indem ich ihm seinen Krug Wasser und seine Collatiou Vorsekte, rührte ihn der Schlag."

Wozu ist der Altar im Gange?"Dort liest ein Pater alle heilige Zeiten die Messe für die Löwen und reicht ihnen die Communiou. Sehen Sie, da ist in jeder Thüre eine kleine Ocffnung. Durch sie verrichten die Löwen ihre Beichte, hören die Messe und empfangen die Communion."Sind mehrere solcher Löwen hier?"Ich habe noch vier Stück zu warten, zwei Priester und zwei Laienbrüder." Wie lange sind diese hier?"Der Eine fünfzig, der Andere zwei­undvierzig. der Dritte fünfzehn, der Vierte neun Jahre."Warum?" Das weiß Unsereiner nicht!"Warum werden sie Löwen genannt?" Weil ich der Löwenwärter heiße!" Ich hielt es nicht für rathsam, noch mehr Fragen an diesen Löwenwärter zu thuu, ich ließ mir von ihm in meine Zelle leuchten und überdachte ruhig, was und wie es nun zu thun sei.

Am vierundzwanzigsten Februar schrieb ich eine nachdrückliche Anzeige an den Kaiser, mit meines Namens Unterzeichnung. Durch einen vertrauten Freund gelangte die Anzeige bei einer allgemeinen Audienz in die Hand des Kaisers. Hören wir, was darauf erfolgte: Ganz unerwartet erschien eine kaiserliche Commission, an ihrer Spike der Negierungsrath Hügelin, in dem Kloster. Der Guardian ward vorgerufen und nach den Klostergefängnissen gefragt. Seine Antwort war: Von Gefängnissen wisse er nichts, nur eine Correctionszelle wäre da, in welche widerspenstige Geistliche auf einige Tage gesetzt würden. Von ihm hingeführt, fand Hügelin in der Reihe der übrigen