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mochte ihnen sagen, daß sie den Haß des Volkes sehr wohl verdient hatten.
Während die Mehrzahl der Nonnen sich angstvoll und rathlos um die todtenbleiche Aebtissin drängten und Andere voller Entsetzen nach einem Schlupfwinkel suchten, wo sie sich vor der Wuth des Volkes verbergen konnten, das jeden Augenblick herein brechen konnte, über sie Gericht zu halten, rannten ein Paar der Entschlosseneren nach dem Glockenthurm und zogen mit aller Macht an dem Glockcnstrange.
Laut heulte nun das Sturmgeläute von dem Thurm herab, cs rief nach der Stadt herüber um Hilfe für die Bedrohten, die für ihr Leben zitterten.
Von unten aber rief eine zornige Stimme herauf:
„Läutet nur, läutet nur, wir kommen doch herauf und dann wollen wir aus dem Glockenseile Stricke machen, an denen wir Euch Alle aufhängen!"
Neue Anstrengungen erfolgten, den Zutritt zu dem Innern des Klosters zu erzwingen. — Von dem Innern der Stadt ließ sich Trommelwirbel vernehmen.
Jetzt krachte die Pforte auf, schon drangen einzelne in das Gebäude, aber jetzt eilten Polizeibeamte zum Schutze des bedrohten Klosters herbei und suchten die Menge zu beruhigen und zurückzutreiben.
„Lassen Sie uns doch machen, liebe Herren," sagte Einer der Aufgeregten, „wir wollen ja nur ein Krähennest aufscheuchen."
Aber doch gehorchte die aufgeregte Menge willig der Stimme der Wächter der öffentlichen Sicherheit, sie wich zurück, zerstreute sich und bald waren nur noch einzelne Gruppen auf dem Platze vor dem Kloster vorhanden. —
Kurze Zeit nachher erschien ein Detachement von Benedeck-Infanterie, welches die Zugänge des Klosters besetzte und bewachte; aber es dachte jetzt Niemand mehr an erneuten Angriff und um Mitternacht war Alles ruhig, ausgenommen in den öffentlichen Lokalen, wo bis zum Morgengrauen ein zahlreiches Publikum versammelt blieb und die Vorfälle in und um dem Karmeliterinnenkloster in aufregender Weise besprach.
Im Laufe des Vormittages sammelten sich wieder Gruppen um das verrufene Kloster, welches von Außen und Innen von Soldaten

