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Aber wie viel schöne, stille Bilder der Genügsam­keit, wie viel Bilder der Gottseligkeit nnd einer Tugend, die wir fast nicht kennen, bot auch wieder jene Zeit dar! Manches Herz, dem die Welt nicht hielt, was sie ihm versprach, baute sich ungekanut von ihr ein stilles Haus des Gottesfriedens. Unzerstreut und un­verworren durch das Geräusch der Welt ward Mancher ein Weiser in Gesinnung und in That und half das Reich Gottes im kleinen, engen Raum ausbauen.

Von einem solchen weiß ich Dir zu erzählen, mein lieber Leser, und bitte Dich, Du mögest mir in jene Zeit folgen, wo in unserm lieben Deutschland das äußere Leben noch gar eng und klein war, wo aber das Leben, das aus Gott ist, in manchem Dörfchen, in manchem unscheinbaren Haus eine trauliche Stätte gefunden hatte, und dort zu Thaten trieb, die auch in Gott gethan waren. Erwartest Du, daß ich Dir von Menschen erzähle, die Tausende beglückt, oder über die Tausende geweint, daß ich Dich mit Staunen erregenden Be­gebenheiten unterhalte, oder wohl gar Mordgeschichten Dir vor's Auge führe, wie das hin und wieder ge­schieht; dann, mein lieber Leser, lege das Büchlein schon jetzt bei Seite. Nein, in ein stilles Dörfchen, auf einer grünen Höhe im lieben Vaterland, will ich Dich fübren; in ein Häuschen will ich Dich geleiten, arm und klein; von einem Manne will ich Dir erzäh­len, der im kleinen Kreise des Guten viel that, und heiß geliebt und innig betrauert zum Herrn ging, an den er im Leben treu geglaubt hatte. Noch spricht man in jenen Thälern, wo unsere Geschichte sich zugetragen, vom Kalendermann vom Veitsberg, noch steht sein Häuschen in seinem alten Zustande da, noch grünen

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