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2H» einst gepflanzet und bezweigt,
Und Sorg' und Wartung ihm gereicht.
Die Blüthe, die auf's Grab einst fällt Vom Baume, den man selbst bestellt,
Kein Marmor gibt ihm solche Zier; —
Drum sep der Baum ein Denkmal mir."
Auch an diesem Abend unterhielt sich der Förster mit dem Justus über die Baumzucht, und sie theilten sich ihre Hoffnungen und Befürchtungen über das neue Jahr mit, und unter den Befürchtungen war eine recht große, wie wir bald hören werden.
Sie wurden aber unterbrochen durch einen andern Hausfreund, den Schreinerkaspar, der einen Schemel unter die Wanduhr gestellt hatte, und sich am Werk zu schaffen machte. „Schulmeister," sprach er von diesem hohen Standpunkt herab, „eure Uhr hat keinen gleichen Schlag mehr, auch ist der Guckuck, der die Stunde abruft, etwas rauhhälsig geworden, woraus man merket, sag' ich, daß das Werk in Unordnung ist. Gebt sie mir auf einige Tage mit heim, dann soll sie wieder gehen, daß es ein Staat ist." „Kaspar," sagte der Schulmeister, „die Uhr geht wirklich besser, als ihr glaubt, und was die Rauhälsigkeit des GuckuckS betrifft, so ist eben des Vogels Zeit nicht, wie ihr wißt, sich hören zu lassen; wartet nur bis zum April, dann ruft er Heller." — „Da haben wir's," rief vom Schemel herab der Schreinerkaspar, der den Scherz des Schulmeisters ganz überhört hatte; „da ist ein Rädchen verbogen, gleich als hätte einer mit Unverstand am Werke gerissen. Das geht so nicht, die Uhr muß neu gerichtet werden; also herunter damit! Der Schreinerkaspar läßt sich nicht nachsagen, daß eine Uhr schlecht

