ist auch für uns gehalten worden, daß wir uns reihen lassen zur Buße und guten Werken."
„Bin bis dahin in Allem eurer Meinung, Herr Zustus," sprach bescheiden der Elias Büttner, „und habe des Herrn Pfarrers Predigt mit sonderlicher Erbauung gehört, wünsche auch aus Herzensgrund, es möge an der Predigt in Erfüllung gehen, was dort Jesaias sagt: „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt, und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar, — also soll das Wort, das aus meinem Munde gehet, auch seyn. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern thun, was mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich es sende." So schön dieß liebe Gotteswort nun ist, so wahr ist doch auch ein anderes, das im Jeremias, im zehenten Kapitel, im anderen Vers zu lesen ist, und heißt: „Und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten." Nach diesem Sprüchlein will mir denn ein Zweifel kommen, ob's auch recht gethan sey, einen solchen Stern mit der Inbrunst zu beschauen, wie wir thun, und ihn gerade WegeS einen Boten Gottes zu nennen."
„An den Spruch, lieber Nachbar Büttner, habe ich auch schon gedacht," antwortete der Schulmeister, aber ich habe mir ihn von allen Seiten wohl erwogen, und da heißt er mir nun soviel, als: „Ihr sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen deS Himmels, wie die Heiden sich fürchten." Die wußten aber nichts vom wahren, lebendigen Gott und stellten ihr Vertrauen auf selbstgemachte Götter, waren auch so ersoffen in Aberglauben, daß sie, wenn ein ungewöhnlich Zeichen am Himmel erschien, sie sich vor dem Zeichen selbsten

