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fürchteten, als wenn das die Macht hätte. Wir Chri­sten aber glauben an den Allmächtigen, der die Zeichen am Himmel erschaffet; so fürchten wir denn nicht die Zeichen, sondern den Schöpfer, und betrachten sie als Vorauslaufer, uns zu erinnern, daß er bereit sey, uns zu strafen, wenn wir nicht diesen großen König Him­mels und der Erde kindlich fürchten, und mit Geschen­ken ihm entgegen gehen, ich meine, mit wahrer Reu' und Buße.

So, ihr Nachbarn, will ich's mit dem Kometen da über uns halten, und will acht haben auf die Zeichen der Zeit und auf mein Herz, und auf das Wort des­sen, der sagt:Ich bin kommen, die Sünder zur Buße zu rufen." Und zum Gedächtniß an diesen Abend und an so manch selig Stündlein, das mir der Komet des Jahres 1744 gebracht hat, will ich mir ein Bild machen vom Kometen, wie er heute steht, und wie er mit dem Mond zur Seite sein Licht herabwirft auf meinen Veitsberg und auf mein Kirchlein hier unten, und darunter will ich schreiben: '

Was zeigt der Vorbot an, der sich dort präsentiret?

Ja nichts, als Gott ist auf, zu strafen unsre Sünd',

Ach, wenn derselbe uns die Herzen doch so rühret,

Daß wenn der Richter kommt, er Reu' und Buße find't."

11. Der verlorene Sohn.

Es war einige Wochen nach diesem Abendgespräch, und der März war gekommen, und hatte den Schnee geschmolzen und die Erde bereitet für den nahenden Frühling. Und seine Vorboten, die wir immer so freu­dig begrüßen, kamen auch auf den Veitsberg. Auf dem Storchnest zu Saasen war unter dem Jubel der