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den Kopf, und sagte: „Dorothe, ich will daS Spinn- glöcklein ziehen, es wird nicht weit von acht Uhr seyn. Die Leuchte nehme ich heute Abend nicht mit, denn es ist sternhell, und sollt' ich nicht hurtig wieder da seyn, so mache dir keine Gedanken darüber; ich möchte den Kometen einmal wieder aufsuchen; der scheint sich seit voriger Woche vor machen zu wollen."
Damit ging der Schulmeister zur Thüre hinaus und trat auf den Kirchhof. Der Himmel war sternhell, aber der Komet war nicht da. An der Stelle des Himmels aber, wo ihn des Justus Auge suchte, war eine andere wundervolle Himmelserscheinung. Vier schmale Lichtstreifen, nicht so breit als der Schweif des Kometen, aber viel feiner und länger, breiteten sich in Kreuzesform über einen großen Theil des Nachthimmcls aus. Daß sie vom Kometen herrührten, dessen Kern man nicht mehr sah, war kein Zweifel; und der Schulmeister stand wie angewurzelt, und schaute mit thrä- nenden Augen das wundervolle Schauspiel an. „O Herr," rief er aus, „wer kann deiner Herrlichkeit sich satt sehen! Du thust große Dinge, die nicht zu forschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind!" „Doch soll ich denn der Einzige seyn," sprach er vor sich hin, „der dieß Werk Gottes bewundert! Dorothe soll mir helfen."- So sagend schritt er der Thüre zu. Doch in diesem Augenblick schlug es auf dem Thurme acht Uhr, und - der Schulmeister, gewohnt, seinen Dienst pünktlich zu thun, eilte zur Kirche, öffnete sie rasch, wunderte sich auch weiter nicht darüber, daß er die Thüre nur ange-- lehnt fand und zog die Abendglocke. Wie ihr Klang in das Thal hinab schallte, da deuchte es dem Justus, so feierlich hätte er noch nie gelautet und er selbst kam

