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sich vor wie ein Herold, ausgesandt, die großen Thaten Gottes zu verkündigen, und vernehmlich sprach er vor sich hin: „Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern."
Da kam es ihm vor, als rege sich in dem Kirchlein etwas und als seufze ein Mensch aus tiefer Brust. Doch er achtete des Tones weiter nicht, denn zu allen Zeiten der Nacht war er schon in der Kirche gewesen, und hatte auf den Gräbern umher gestanden, und so waren ihm diese Orte, die sonst bei nächtlicher Weile für den Furchtsamen Orte des Schreckens sind, sehr befreundet und ängsteten ihn nicht.
Er hatte sein Geschäft vollendet, die Thüre rasch hinter sich zugeschlagen, und wollte eben den Schlüssel aus dem Schlosse ziehen; da rief aus der Kirche eine laute Stimme: „Laßt auf, es ist Jemand in der Kirche!" Der Schulmeister blieb stehen und sein Herz klopfte ihm in der Brust, doch rief er mit entschlossenem Tone, „Wer ist denn in der Kirche, sagt in Gottes Namen: wer ist denn in der Kirche?" „Ein Fremder," scholl es aus der Kirche, der sich hier ein Nachtquartier gesucht hat." Da öffnete Justus die Thüre und heraustrat eine hohe Gestalt, mit einem Knotenstock in der Hand und sprach in mildem Tone: „Vergebt mir, wenn ich euch erschreckt haben sollte, ich wollte nichts, als freies Lager für diese Nacht und freien Aus- und Eingang von hier." „Ein Nachtquartier in einer Kirche suchen," sprach der Schulmeister, „ist mir uoch nicht vorgekommen; wer es da ohne Grausen kann aushalten, der muß ein gut Gewissen haben." Da der Fremde auf diese Rede keine Antwort gab, so fuhr er fort: „Thätet ihr aber nicht besser, Fremder, wenn ihr in guter Leute
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