Treppe hinanstürzen, war bei dem Fremden das Werk eines Augenblicks. Ungestüm riß er die Thüre zum Schlafzimmer seines Vaters auf, und mit lautem Schrei stürzte der verlorene Sohn vor das Bette des todt- kranken Vaters. Von dem Schrei schreckte der Kranke aus seinem Fieberschlafe auf, starrte um sich her, und als sein Blick auf den Sohn fiel, der zur Seite des Bettes auf den Knien lag, richtete er sich mit großer Anstrengung auf, und fragte hastig:Träum' ich, oder bin ich schon tobt, oder ist es wahr, ist mein Benjamin zurückgekehrt?"Ja Vater," rief der Jüngling unter lautem Weinen, ich bin's, dein Sohn ist es; vergieb ihm, um Gottes Barmherzigkeit willen, vergieb ihm. Es reuet mich Alles, was ich gethan, aus Herzens­grund; ich will fortan ein andrer Mensch werden!" Hab' Dank guter Gott, für dieß letzte Labsal," sprach der Kranke, indem er zurücksank, mit der linken Hand seine Augen bedeckte, und die rechte segnend auf des Sohnes Haupt legte.Sey willkommen Benjamin, sey in Gottes Namen willkommen, sprach er leise; du kommst zu rechter Zeit, und wenn der liebe Gott das Gebet eines sterbenden Vaters erhört, so bitte ich um Christi willen, er möge dir deine Sünde vergeben, wie ich dir vergeben habe. Komm Benjamin, küsse mich, und sey hinfort wieder mein guter Sohn. Ich sterbe bald, vielleicht noch in dieser Stunde; so bleib' denn um mich, daß ich mich deines Besitzes wieder freuen kann."

Indem klopfte es an die Thüre; eine alte Frau, die als Wärterin am Ofen gesessen hatte, öffnete sie, und ließ einen Mann herein, der auf das Bette des Kranken zuging, und in leisem Tone sagte:Herr

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