und rief ihm in barschem Tone zu:Hört Landsmann, wer hier hinein will, und ist ein Fremder von eurem Ansehen, der hat zuvor Stand und Beruf zu melden, auch durch Paß und Schreiben sich gehörig zu legiti- miren." Auf des Fremden Bemerkung, daß er ein Stadtkind sey, sagte der Soldat nichts als:Das steht zu beweisen."He, Renner," rief er einem Soldaten zu, der gerade aus dem Fenster der Wachstube heraus­sah ,nimm einmal den Mann hier als Arrestanten in Empfang, und bringe ihn hinein zum Corporal; es scheint nicht richtig mit ihm zu seyn."

So geschah es. Der Corporal fragte den Frem­den nach Stand und Namen, und schüttelte den Kopf, als er den letzteren gehört, und sagte:Seyd ihr wirk­lich der, für den ihr euch ausgebt, so muß ich um deS Gewissens willen eine Ausnahme von dem Befehl ma­chen, alle Arrestanten dem Herrn Platzkommandanten vorzuführen. Mit eurer Heimkehr hat's Eil', wie ich heute Abend gehört, als ich zum Verles ging. Geht also, nehmt aber diesen Soldaten mit euch, der euch zurückbringen wird, falls ihr nicht auf dem rechten Wege bleibt."

In Begleitung des Soldaten durcheilte der Fremde die wohlbekannten Straßen, lenkte in die Schloßgasse ein und ergriff den Klopfer einer Hausthüre, um hin­ein zu gehen. Doch die Thüre war verschlossen. Un­gestüm hämmerte er mit dem Klopfer an der Thüre. Die ward auch bald geöffnet, aber ein Bedienter ver­trat dem Fremden den Weg und sagte:Wollt ihr zum Herrn Rath Laupus, so kommt später wieder, der Herr Rath sind krank und lassen Niemand vor sich." Dieses hören und den Bedienten zur Seite stoßen und die