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Und so kam eS denn; die Trauer zog wieder ein in's Haus des Schulmeisters, aber dießmal ward sie nicht von Menschenhänden gebracht, die Hand des Herrn nahm, was sie gegeben hatte; Magdalenchen, daö Jüngste von deS Schulmeisters Kindern, ward krank und starb. Wie er aber diesen Schlag aufnahm, und wie Dorothe ihr Kind beweinte, das haben wir schon gesehen. Und mit dem Tag seiner Beerdigung kam ein ftemder Gast in's Schulhaus, die kleine Selma, und über der Pflege des lieblichen Kindes ging die Zeit deS ersten Schmerzes vorüber.
Monate lang warteten Justus und sein Weib auf den versprochenen Brief aus Holland, aber er kam nicht und es ward ihnen ängstlich zu Sinn, um des Kindes willen. Als nun endlich ein Jahr vorüber war, und die gewünschte Nachricht noch immer ausblieb, da schrieb Justus selbst nach Holland-, erzählte viel von dem Kinde, wie es sichtlich zunehme und schön an Leib und Seele werde, und bat dringend um Antwort, aber die Antwort blieb aus. Abermals nach einem Jahre schickte er einen zweiten Brief ab; aber auch der hatte keinen Erfolg. Wenn dann Justus den Kopf schüttelte und von den Möglichkeiten sprach, die Vater und Mutter deS Kindes betroffen haben könnten, auch Besorgnisse über die Zukunft des Kindes äußerte, dann sprach Dorothe: „Justus, laß nur den lieben Gott walten, hat er dem Kinde Vater und Mutter genommen, so will er, daß wir ihm beides seyen. Ich freue mich sein, als wäre ich seine Mutter, und mag's nicht von mir lassen, denn mein Herz hängt an ihm. Thun wir an ihm, als einem eignen Kinde, so wird es nicht wissen, von wannen es stammt, und nach nichts Anderem

