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betet und sich in Gottes Namen zur Ruhe legt, dann sitzen diese Jünger der geheimen Weisheit die Nächte hindurch vor ihrem Lämpchen, und ein böser Geist nach dem andern nimmt Wohnung in ihnen. Erst der Geist der thörichten Fragen, darnach der Geist des Hochmuths, darnach der Geist des Abfalls von dem lebendigen Gott.
Eine besondere Classe dieser Düsterlinge ist jetzt seltner geworden, aber aufgehört hat sie auch heute noch nicht ganz, lange Zeit hindurch eben so unentbehrlich an den Höfen der Fürsten, wie die Hofnarren. Die Erfahrung, daß durch Mischung von mehreren Stoffen ein neuer entsteht, von neuer Farbe, Beschaffenheit und Brauchbarkeit, und daß verschiedene Metalle mit einander verbunden, ein neues geben, rief die Scheidekunst in's Leben, eine Wissenschaft, der wir tausend wohlthätige Erfindungen verdanken. Doch während sie jetzt auf allen Hochschulen öffentlich gelehrt wird, betrachtete man sie noch vor hundert Jahren als ein Ge- heimniß, das Einer dem Andern abzulauschen suchte. Denn dieß Geheimniß ging auf nichts anders hinaus, als den Stein der Weisen zu heben, d. h. Gold zu machen, und dieses mittelst des Lebenselirirs, das dem glücklichen Finder eine willkührliche Verlängerung seines Lebens und jedes wünschenswerthe zeitliche Gut verschaffen könnte. — O man muß Einen dieser Goldmacher selbst gekannt haben, um einen rechten Begriff von ihrem Thun und Treiben zu bekommen. Denke dir, lieber Leser, du Haft ein altes Männlein kennen gelernt, mit einem Fuß bereits im Grabe, dessen ganze Gestalt von Vernachlässigung und selbstgewählter Peinigung dürr und gebeugt ist, in dessen Augen aber ein lebhaftes Feuer glüht, und dessen Gespräch immer

