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und das Pfingstfest ward Allen, die drinnen waren, ein Fest des heiligen Geistes.

Ich sagte vorhin: Es waren Jahre Angegangen, und es war nicht ganz wie ehemals im Schulhause auf dem Veitsberg. Die Kinder wuchsen heran, und waren gut geartet, aber Nahrungssorge war eingezogen. Die Besoldung reichte nicht hin zum Unterhalt und zur Kleidung, und Justus mußte, so schmerzlich es ihm war, mehrere Nebenämtchen übernehmen, deren eines, das Amt eines Universitätsförsters, ihm vielen Verdruß bereitete. Es stößt an den Veitsberg ein Wald, der der Universität Gießen gehört, und über diesen über­nahm Justus die Aufsicht. That er nun, was seines Dienstes war, hielt er Ordnung im Walde und brachte die Frevler zur Anzeige, so wurden ihm diese gram, und spotteten seiner, wie er als Schulmeister ein För­ster seyn könne, und legten es ihm als Habsucht aus, obgleich die Noth ihn nur dazu zwang. Dazu kam noch die Sorge um sein Weib; denn Dorothe kränkelte beständig, und konnte nicht wie ehemals Tag und Nacht für der Familie Unterhalt arbeiten. Und obgleich die Töchter rüstig Hand anlegten, und keiner Arbeit sich schämten, so wollte es doch nirgends ausreichen. Die Zeiten waren böse.

Die beständigen Kriege im deutschen Land, die vielen Mißerndten vertheuerten die Lebensmittel, und drückten den Landbewohner sehr. Und gerade in dieser Zeit sollte Heinrich sich für seinen künftigen Beruf bilden. Sein Vater hatte treulich für Herz und Geist gesorgt, und ihm viel Gottes­furcht und Wissen mitgegeben; aber so sehr auch Alle spar­ten, daß der Jüngling zur Schule, oder zur Lehre hätte ab-