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die Nonnen aus dem Kloster, und ließ des Klosters Güter und Gefälle zu guten Zwecken verwenden. Jetzt steht nur noch die Kirche und das Pfarrhaus mit der Wohnung des Glöckners dort oben, und sonntäglich rufen die Glocken vom Wirberg die Bewohner der Dörfer im Thale zum evangelischen Gottesdienst. Nun sieht man noch heute in der Nähe der Kirche eine Höhle im Berge, von außen einem Keller nicht unähnlich, denn man steigt auf vielen Stufen hinab in die Tiefe. Ein Born klaren Wassers hemmt hier den Schritt, an dem die Bewohner ihren Trunk holen. So ist's nicht immer gewesen; denn in der Höhle war ehemals trock- ner Grund, und sie führte hinab in's Thal, ja wie die Sage erzählt, sogar bis nach dem entfernten Grün- bcrg. Daß es da unten nicht geheuer ist, versteht sich, daß aber da unten auch die Nonnen ihre Schätze, ihre goldenen und silbernen Abendmahlsgefäße vergraben hätten, als sie das Kloster verlassen müßten, das war von jeher im Munde des Volks eine ausgemachte Sache. Kein Wunder, daß die Höhle oft von Schatzgräbern besucht wurde, und die drinnen gewesen waren, die erzählten Andern, da unten sey es nun und nimmermehr geheuer, denn man höre allerlei sonderbare Töne, gleichsam das Stöhnen der Geister, die die Schätze bewachten, und wer die zu citiren verstünde, dem wäre geholfen.
Als »Justus an dieser Höhle vorbei ging, und zufällig einen Blick hineinwarf, drang der Schein eines Lichtes aus der Tiefe zu ihm herauf. Betroffen ging er weiter; schämte sich aber bald seiner Angst, kehrte zurück, und blickte wiederholt in die Tiefe. Jetzt drang der Ton einer Menschenstimme an sein Ohr, und das
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