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wenn der Frühling wieder kommt; sollte nicht ein Menschenherz viel mehr davon leiden? Ja wir leiden Alle daran und die Jugend am meisten, denn sie sucht nach. O daß sie immer recht suchte, und im Suchen den rechten Führer und die rechte Heimath nicht aus dem Auge verlöre! —
Mit den ersten Tagen des Frühlings gelangte auch die Nachricht aus den Veitsberg von dem Tode des Gerst. Die Wunden hatten nicht heilen wollen und bewirkten einen langsamen und schmerzhaften Tod. Man erzählte viel von seinem Ende, wie schmerzhaft und wie herzzerreißend das gewesen sey; wie die Geister seiner Sünden in schreckhaften Gestalten an seinem Lager gestanden, und wie er sich mit all seinem erwucher- ten Gelde keine treue Pflege in seinen Leidensstunden, und kein fröhlich Ende habe erkaufen können. Ost, so erzählte man, habe er den Vorsatz gefaßt, den Schulmeister vom Veitsberg noch einmal zu sich zu bescheiden, und wiederholt habe er geäußert, Justus sey der einzige Mensch auf Erden, dem er wünsche, daß es ihm wohl gehe.'
Im Hause des Justus ward nichts von dem Tobten gesprochen, kein Wort des Tadels oder der Freude über sein Ende, sondern Justus sprach, als er die Kunde von seinem Abscheiden erhielt: „Gedenke seiner, Herr, nach deiner Barmherzigkeit." So schien auch hier sein Andenken für immer erloschen. Aber es ward bald neu aufgefrischt. Von mehreren Seiten ward dem Justus gemeldet, wie man in Erfahrung gebracht, so habe der Rath Gerst die Dorothe Justus, geborne Kunz, mit einer bedeutenden Summe in seinem Testamente bedacht; und so um die Heuerndte hin geschah eine

