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Doch ja, ich wünsche noch Eins, Herr Justus, und Hab' bisher oft daran gedacht; könnt ihr mir nicht ein Plätzchen gönnen auf eurem Veitsberg? So lang ich einen Justus hatte, mit dem ich reden konnte, war mein Herz allezeit guter Dinge; jetzt wo ich alt bin, möcht' ich das Labsal nicht entbehren. Hat Dorothe den alten Scheuermann noch lieb, wie er sie lieb hat, so wird sie ihm ja ein Plätzchen am Ofen gönnen, bis man ihn zur Ruhe legt. Sagt ja, Herr Justus! Es will Abend werden und mein Tag hat sich geneigt, und ich habe Lust abzuscheiden und bei Christo zu seyn. Aber ich möchte, daß ich unter Gottes Wort einschliefe, und ftomme Hände mir die Augen zudrückten. Da Hab' ich freilich meine Verwandten im Vogelsberg, aber die Herzen mich nicht. Die sehen lüstern nach dem We­nigen, das ich noch habe, und gönnen mir das Bischen Leben nicht."

So langer Rede hätte es nicht bedurft, Scheuer­mann," sprach herzlich der Schulmeister;kommt nur, sobald ihr den Abschied habt; Haus und Brod wollen wir mit euch theilen, und ein traulich Wort und ein fteundlich Gesicht soll euch nicht fehlen."

Da wischte sich der alte Corporal die Augen, und mit herzlichem Händedruck schieden die alten Freunde.

17 Es wird Licht.

So war wieder ein Herbst gekommen. Die Erndte von Acker und Baum war eingethan und der Gall- markt, dieß liebe Fest für Grünberg und seine Umge­bung rings umher, war abgehalten und die Vögel rüsteten sich zum Flug in wärmere Länder.